ist eine intensive Form des Gemüseanbaus auf relativ kleinen Flächen,
meist zwischen 0,1 und 2 Hektar. Statt Monokulturen steht eine hohe Vielfalt
an Kulturen im Mittelpunkt. Das produzierte Gemüse wird
direkt an Kunden verkauft,
zum Beispiel über Wochenmärkte, Solawis, Hofläden oder an die Gastronomie.
Der Fokus liegt dabei klar auf Qualität, Frische und einer gesunden Bodenstruktur.
Typisch für Market Gardening ist der hohe Anteil an Handarbeit
anstelle großer Maschinen.
Der Anbau erfolgt häufig nach biologischen, regenerativen
oder permakulturellen Prinzipien.
Auf derselben Fläche werden mehrere Ernten pro Jahr erzielt, was eine sehr effiziente Nutzung des Bodens ermöglicht. Durch kurze Lieferketten werden Transportwege und Verpackungsmaterial auf ein Minimum reduziert. Angebaut werden vor allem Blattgemüse, Kräuter, Wurzelgemüse
sowie besondere und vielfältige Kulturen.






auf ca. 1000 m2 Freilandbeeten und 180 m2 unbeheizter Gewächshausfläche.
Permakultur ergänzt Market Gardening ideal.
Während Market Gardening auf effiziente, kleinflächige Gemüseproduktion ausgerichtet ist, liefert die Permakultur den ökologischen Rahmen:
Bodengesundheit, Biodiversität, Dauerhaftigkeit und Anpassungsfähig.
Gemeinsam entsteht ein Anbausystem
das produktiv, wirtschaftlich und gleichzeitig regenerativ ist. 🌱
Wir arbeiten nach ökologischen Grundsätzen – und entwickeln sie konsequent weiter.
Für uns reicht ein Bio-Label allein nicht aus. Wir möchten natürliche Kreisläufe erhalten, gezielt verbessern und erneuern.
Deshalb stärken wir die Biodiversität im Boden und darüber hinaus, fördern den Humusaufbau und sorgen dafür,
dass Kohlenstoff langfristig im Erdreich gespeichert wird.
Damit unterstützen wir aktiv den Klimaschutz und erhalten gesunde, nährstoffreiche Böden für die Zukunft.
Dieses umfassende Verständnis von Landwirtschaft nennt man regenerative Agrikultur.
Auch unsere Hühner wachsen in naturnaher Haltung auf. Sie haben jederzeit Zugang zu frischem Grün
und bekommen zusätzlich viele pflanzliche Nebenprodukte aus unserem eigenen Anbau.
Eine offizielle Bio-Zertifizierung haben wir zwar nicht – gefüttert wird bei uns trotzdem ausschließlich mit Biofutter.
Denn für uns ist Bio kein Extra, sondern die Basis.
Der Boden ist die Basis für alles, was bei uns wächst. Deshalb faszinieren uns Bodenleben und Humusaufbau ganz besonders.
Denn: Gesunder Boden bedeutet gesunde Pflanzen. Doch wie lässt sich das ganz konkret umsetzen?
Wir produzieren unseren eigenen Kompost und bringen so wertvolle organische Substanz zurück in die Beete.
Außerdem arbeiten wir nach Prinzipien der Permakultur und setzen auf Low-Till (reduzierte Bodenbearbeitung).
So bleibt das Bodenleben intakt, Regenwürmer und Mikroorganismen können ihre Arbeit tun, und der Humus wächst Jahr für Jahr weiter.
Wir verwenden ausschließlich samenfestes Saatgut. Somit können sich unsere Pflanzen über Generationen an Boden, Klima und Standort anpassen.
Ein Teil der Ernte wird wieder zu Saatgut für das nächste Jahr – ganz im natürlichen Kreislauf.
Samenfeste Sorten stehen für Vielfalt, Geschmack und Unabhängigkeit.
Sie bewahren alte Sorten, bringen neue hervor und passen gut zu unserer Art des Gärtnerns:
achtsam, nachhaltig und nah an der Natur.
Vom ersten Samenkorn bis zur Ernte begleiten wir unsere Pflanzen Schritt für Schritt.
Wir säen, pflegen, schützen und ernten mit Aufmerksamkeit und Geduld.
Jede Phase zählt – vom Keimen über das Wachsen bis hin zur Reife.
So entsteht Gemüse, dem wir Zeit geben zu wachsen,
gut verwurzelt ist und seinen vollen Geschmack entwickeln kann.
Denn gute Lebensmittel entstehen nicht im Eiltempo, sondern im Einklang mit Boden, Wetter und Jahreszeit.